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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Wieder im Turm
»Doch! Ich sehe etwas, und weil ich es sehe, kann es unmöglich etwas zu einer Fabel Gehörendes sein.«
»Was?«
»Den Ring an deiner rechten Hand.«
Ich sah, daß er erschrak; er nahm sich aber zusammen und antwortete mit freilich nicht ganz gelungenem Lachen:
»Das ist ein Ring, nichts als ein Ring, ein Ring wie jeder andere Ring!«
»Wir, nämlich ich und du, wissen das beide besser. Es ist der Ring der Sillan mit den Abzeichen des Ranges, den du unter ihnen einnimmst!«
»Hund - - - !«
»Halt!« unterbrach ich ihn. »Hüte dich vor diesem Worte! Wenn ich es noch einmal höre, so zeige ich dir, wie man einen Hund zu behandeln hat. Merke dir das! Da ich weiß, daß du den Ring in diesem Leben nicht mehr brauchst, so wirst du ihn mir zum Andenken an unser hiesiges Zusammentreffen überlassen.«
»Ich denke nicht daran!«
»Das ist auch gar nicht nötig, hier gilt das was ich denke; deine Gedanken gehen uns nichts an. Gieb ihn her.«
Ich trat zu ihm, um ihm den Ring abzunehmen. Er zog die gefesselten Hände an sich und kreischte mich in höchster Aufregung an:
»Wage es nicht! Berühre ihn nicht! Ich wehre mich mit aller Kraft!«
»Pah! Selbst wenn du nicht gebunden wärst, würde ich über deine Kräfte lachen!«
»Es steckt ein böser Zauber in dem Ringe, ein Zauber, der dich verderben wird!«
»Grad diesen Zauber will ich kennen lernen!«
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