|
| Im Reiche des s. Löwen II |
|
|
|
|
|
| |
Wieder im Turm
dagegen sagen und dagegen machen, was du willst, ich halte mein Wort!«
»Da will ich dich beruhigen, lieber Halef. Heut bin ich vollständig mit dir einverstanden. Als ich hörte, daß er dir mit Prügeln drohte und du ihm deine Peitsche versprachst, stand es bei mir fest, daß er ihr nicht entgehen solle.«
»So sei diese deine Einsicht und die Tiefe deines beglückenden Verständnisses gesegnet, soweit die Menschen auf der Erde wohnen! jetzt aber komm; führ mich zu ihm! Ich darf keinen Augenblick länger zögern, ihm die ersehnte Glückseligkeit meines Grußes zu bringen! Du kannst es gar nicht ahnen, Effendi, in welch heißer Erwartung mir sein Herz entgegenschlägt!«
Er nahm mich bei der Hand und zog mich fort. Ich erkannte, daß ich ihn diesesmal nicht hätte abhalten können, seinem Grimme - um mich seiner Ausdrucksweise zu bedienen - durch »die Segnungen der Peitsche« Luft zu machen. Dieser Säfir hatte aber eine solche Züchtigung mehr als verdient, und so stimmte der glühende Wunsch des kleinen Hadschi im gegenwärtigen Falle ausnahmsweise einmal mit meiner Ansicht überein.
Er zog mich hinaus in den Mittelraum und wollte von da aus mit mir weiter; ich blieb aber stehen und sagte:
»Ehe wir zum Säfir gehen, muß ich erfahren, wie man sich seit dem Augenblicke, an welchem ich in das Wasser sprang, zu dir verhalten hat. Erzähle es mir also!«
»Hat das nicht noch Zeit? Ich verschmachte, wenn du das Wiedersehen mit ihm noch länger hinausschiebst.«
»So thut es mir leid, daß ich gezwungen bin, dich verschmachten zu lassen. Ich muß sein Verhalten zu dir
|
|
|
| |
|