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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Wieder im Turm
Er wollte hierauf etwas sagen, brachte aber vor Bestürzung kein Wort hervor. Da kam mir der Gedanke, diese seine Verwirrung zur Entdeckung des auf die »Rose von Schiras« bezüglichen Geheimnisses auszunützen, und ich fuhr fort:
»Du siehst, daß eure Heimlichkeiten öffentlich geworden sind. Sogar hinter eure berühmte Gul- i- Schiraz< ist man gekommen.«
Da fuhr er wie ein Raubtier auf mich los und zu mir nieder, faßte mich an beiden Schultern, schüttelte mich und fauchte mich wildkatzig an:
»Die Gul- i- Schiraz? Die Biwä- i- Hakim (* Witwe des Herrschers), die Schems- i- Dschamal (* Sonne der Schönheit), unsere Sitarä- i- Dschira (* Stern der Begeisterung), die so tief im Verborgenen wohnt, daß selbst ich sie nur dreimal gesehen habe?
Unsere schöne, unsere herrliche Königin, vor der wir alle unsere Häupter und unsere Kniee beugen? Sie, deren Blick die Herzen bezaubert und deren Stimme zu den schwersten, den verwegensten Thaten begeistert, sie willst du kennen, du elender, armseliger Wurm? Ich erwürge, ich erdrossele dich!«
Er griff mir nach der Gurgel. Schon wollte ich meine Hände schnell aus der Schlinge ziehen, um ihn abzuwehren, da fiel mir ein anderes Mittel ein, welches wahrscheinlich dieselbe Wirkung hatte und ihn vielleicht zu weiteren Unvorsichtigkeiten veranlaßte, denn er befand sich in einer Aufregung, die ihn hinderte, zu überlegen, was er sagte.
»Rühr mich nicht an!« herrschte ich ihn an. »Ich bin auch ein Sill!«
Er fuhr, als hätte er einen kräftigen Stoß erhalten, von mir zurück, riß die Augen weit auf und fragte:
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