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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Vor Gericht
nicht beweisen kannst, daß du ein Bekenner der Schia bist, muß ich dich nach deinem eigenen Willen mit deinen Leuten aus dem Thore weisen!«
»Welche Schande!« fuhr der Perser auf. »Muß ich mir das wirklich sagen lassen!«
»Ja, das mußt du! Du bist ein Fremder, der sich nicht legitimieren kann, und hast mir, dem Kommandanten dieses Ortes, zu gehorchen.«
»Und was geschieht, wenn ich dir den Gehorsam verweigere?«
»So habe ich einen Bericht abzufassen, den ich fortsende, und werde euch hier behalten, bis die Antwort darauf eingetroffen ist.«
»Wir lassen uns aber nicht halten!«
»Allah bewahre dich vor schädlichem Ungestüm! Meine Asaker (* Soldaten) fürchten sich nicht vor euch, und dieser wohlbewaffnete Effendi würde mir mit seinem tapfern Scheik der Haddedihn gewiß beistehen. Ihr habt gesehen, wie er schießen kann!«
Der Kammerherr sah sich fragend im Kreise seiner Leute um; sie zeigten jetzt ganz andere Gesichter als vorher; der frühere Ausdruck der Zuversichtlichkeit war vollständig verschwunden. Meine Schießprobe und die vorgezeigten Legitimationen hatten die beabsichtigte Wirkung hervorgebracht: der Khandschi war mutig, der Kammerherr aber bedenklich geworden. Meinem kleinen, wackern Hadschi machte das Spaß; er griff mit der Hand nach den Waffen in seinem Gürtel und fragte mich in unternehmendem Tone:
»Du bist natürlich einverstanden, Effendi? Wollen wir es diesen Leuten sofort zeigen, wie zwei erfahrene
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