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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Vor Gericht
Das war nur Redensart; er fürchtete sich doch, denn anstatt einen thätlichen oder wörtlichen Angriff gegen mich zu unternehmen, wendete er sich an den in seiner Nähe stehenden Khandschi:
»Du bist der von dem Pascha eingesetzte Aufseher dieses Khan?«
»Ja, Hazreti,« nickte der Befragte mit breitem, verlegenen Lächeln.
Er hatte natürlich die Warnungen auch gehört, fürchtete sich infolgedessen ungeheuer vor Halef und vor mir und ahnte zu seiner größten Beunruhigung, daß man ihm zumuten werde, in irgend einer Weise gegen uns vorzugehen.
»Der Khan steht an dem Wege nach den heiligen Stätten der von Allah gesegneten und begnadeten Anhänger der Schia?« fragte der Perser weiter.
»Ja.«
»Er ist also wohl nur für diese Rechtgläubigen vorhanden?«
»Ja.«
»Der Zutritt eines Ungläubigen muß als todeswürdige Entweihung dieses Ortes gelten?«
»Ja.«
»Und du hast darüber zu wachen, daß er die Bestimmung erfüllt, für welche er errichtet worden ist?«
»Ja.«
»Und mit aller Strenge dafür zu sorgen, daß jede ungesetzliche oder entwürdigende Benutzung unterbleibt?«
»Ja.«
Es machte mir außerordentliches Vergnügen, daß das wohlgenährte, runde Gesicht des Khandschi bei jedem ja länger und immer länger wurde. Der Perser aber peinigte ihn noch weiter:
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