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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Vor Gericht
uns zu demselben Zwecke hier; wir haben gleiche Rechte. Es ist mir vollständig gleichgültig, wer ihr seid; was geht es euch an, wer ich bin? Wenn euer Pischkhidmät Baschi mir einen Wunsch vorzutragen hat, so mag er zu mir kommen; zu befehlen hat uns hier kein Mensch etwas!«
»Du willst also nicht hin zu ihm?« erkundigte er sich in demselben rücksichtslosen Tone wie vorher.
»Nein.«
»So werden wir euch zu zwingen wissen!«
»Versuche es! Du hast seine Nähe eine beglückende< genannt; wir aber wissen, daß das Glück an ganz andern Orten zu suchen ist, als in der Nähe von Leuten, welche nicht einmal die Regeln der allereinfachsten Höflichkeit, die der gewöhnliche Mensch besitzen muß, kennen gelernt haben.«
»Das ist eine Beleidigung! Wenn ihr uns nicht gutwillig folgt, werden wir Gewalt anwenden!«
Ich setzte mich an den Rand des Brunnens, nahm meinen Henrystutzen zur Hand, deutete auf eine fern von uns gezogene Schnur, an welcher der Khandschi (* Aufseher des Khan) Zwiebeln aufgehängt hatte, und sagte:
»Seht dort die Baßal (* Zwiebel)- Reihe! Ich werde die ersten fünf auf der linken Seite treffen. Paßt auf!«
Der Hof war groß; die Zwiebeln hingen in einer Entfernung von vielleicht neunzig Schritten von uns; ich drückte fünfmal los, und jeder Schuß traf die angegebenen Ziele. Einige der Perser eilten hin, um sich zu überzeugen; als sie wieder kamen, meldeten sie mit Erstaunen, daß ich alle fünf Zwiebeln, ohne wieder zu laden, obgleich mein Gewehr doch nur einen Lauf besitze, getroffen habe.
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