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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Vor Gericht
»Mit Gewißheit kann natürlich auch ich es nicht bestimmen, aber ich denke, daß ich mit meiner Vermutung das Richtige treffe. Ich ahne nämlich, daß es die Karwan- i- Pischkhidmät Baschi ist, welche im Khane Einkehr gehalten hat. Es sind Leute bei dieser Karawane, welche den Pädär kennen; darum sandte ja der Säfir die beiden Boten, ihn zu warnen. Er ist auch ohne diese Warnung auf seiner Hut und hat einen Umweg gemacht, um nicht gesehen zu werden. Nun sucht er den Säfir auf, um ihm zu melden, daß der Pischkhidmät Baschi schon nahe ist und der Überfall der Karawane nun bald stattfinden kann.«
»Sihdi, denkst du nicht, daß wir diese Leute warnen müssen?«
»Ja, das ist unsere Pflicht. Hoffentlich schenken sie uns Glauben!«
»Warum sollten sie die Wahrheit dessen, was wir sagen, bezweifeln?«
»Es ist mir oft geschehen, daß grad solche wohlgemeinte Warnungen mit Undank zurückgewiesen wurden. Können wir Beweise bringen, wenn man welche verlangt?«
»Eigentliche Beweise freilich nicht; aber wenn es einer wagen sollte, mir in das Gesicht zu sagen, daß er uns keinen Glauben schenke, so erleuchte ich seinen dunkeln Verstand mit den Strahlen meiner Peitsche. Komm, laß uns weiterreiten! Ich möchte gern sobald wie möglich wissen, ob es wirklich die Karwan- i- Pischkhidmät Baschi ist, die wir sehen werden.«
Wir setzten unsern Ritt fort, sahen nach noch nicht einer halben Stunde den Khan vor uns liegen und lenkten in das Thor desselben ein. Als wir den Hof vor uns liegen sahen, zeigte uns der erste Blick, daß die Kara-
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