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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Vor Gericht
Dann wendete er sich lachend an mich:
»Sihdi, habe ich das nicht gut gemacht mit dem Bulamadsch es Suwehd?«
»Ja, du bist außerordentlich geistreich gewesen; ich bewundere dich, lieber Halef!«
»Spotte nicht! Ich mußte ihm doch antworten, denn es wäre eine Feigheit von mir gewesen, ihm das letzte Wort zu lassen. Wie kann dieser Dummkopf drohen, daß er uns wiedertreffen und sich dann rächen werde? Er sieht ja, daß wir uns auf dem Wege nach Bagdad befinden!«
»Da irrst du. Er hat uns nicht reiten, sondern nur hier sitzen sehen; er weiß also nicht, daß wir schon in Hilleh waren, sondern ist der Meinung, daß wir aus Bagdad kommen und von ihm eingeholt worden sind. Darum ist er so überzeugt, uns wiederzusehen.«
»Das kann leicht möglich werden, da wir doch nach dem Birs Nimrud zurückwollen. Er wird freilich von dem Säfir erfahren, daß wir schon dort gewesen und jedenfalls nach Bagdad geritten sind.«
»Viel wichtiger als dieses ist mir der Umstand, daß der Pädär- i- Baharat den Khan Mohawid vermieden hat. Es muß eine Ursache dazu vorhanden sein.«
»Aber welche wohl, Effendi?«
»Ich vermute, daß sich Leute dort befinden, die ihn nicht sehen sollen. Errätst du, wer das ist?«
»Erraten? Ich? Sihdi, du weißt, daß ich alle Dinge durchschaue, sobald sie den Mut besitzen, mir vor die Augen zu kommen; aber was sich vor meinem Angesicht verbirgt, das kann ich doch nicht sehen; darum habe ich das Erraten stets dir überlassen und bleibe dieser Gewohnheit auch in dem gegenwärtigen Falle treu. Also sag du, wer es ist!«
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