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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Vor Gericht
»Nein; aber ich erkläre, daß sie die Personen sind, für welche ich sie halte.«
»Das genügt mir nicht. Da der eine von ihnen ein Christ und Unterthan eines fremden Staates zu sein vorgiebt und dies vielleicht nur thut, um sich unserer Gerichtsbarkeit zu entziehen, ist die größte Vorsicht und Gewissenhaftigkeit geboten. Ich muß Legitimationen sehen!«
»Legitimationen?« fragte Halef lachend. »Meinst du, daß ich, ein freier Beduine und Scheik meines Stammes, einen Paß bei mir trage, wenn ich einen Ritt unternehme?«
»Du siehst aber, daß du hier einen brauchst!«
»Wer soll ihn mir ausstellen? Wo ist die Behörde, an welche sich ein unabhängiger Ibn Arab in dieser Angelegenheit zu wenden hätte? Es giebt eben keine. Und du sagst, daß ich hier einen brauche? Warum und wozu?«
»Weil du vor dem Gerichte stehst, welches wissen muß, wer du bist.«
»Schau dort den Ghasai an! Auch er steht vor Gericht, sogar als Zeuge; hat er dir einen Paß vorgezeigt?«
»Das ist nicht nötig, denn der Wirt kennt ihn.«
»Hat dieser einen Paß von ihm gesehen?«
»Das ist gleichgültig!«
»Maschallah! Der Mir Alai kennt uns, und du glaubst ihm nicht; einem gemeinen Manne aber schenkst du dein Vertrauen! Dieser ist ein Wirt, ein gewöhnlicher Kaffeesieder, der andere aber ein hoher Offizier! Wäre ich der Mir Alai, ich spräche wegen Beleidigung ein sehr ernstes Wort mit dir!«
Da schnellte, obgleich diese Worte nicht an ihn ge-
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