|
| Im Reiche des s. Löwen II |
|
|
|
|
|
| |
Vor Gericht
»So will ich deutlich sein: Diese beiden Männer werden sich nicht bestrafen lassen.«
»Wie? Was?«
»Auf keinen Fall!«
»Ich begreife dich nicht!«
»Schau sie an! Sehen sie so aus, als ob sie mit sich machen lassen werden, was dir beliebt?«
»Maschallah! Sie sollen sofort andere Gesichter machen! Da du es verlangst, werde ich ein regelrechtes Verhör anstellen und eine Mazbata anfertigen lassen. jede Frage und jede Antwort soll niedergeschrieben werden, und wenn die Kerle nur eine einzige Frage verneinen, bekommen sie ohne Gnade die Bastonnade.«
»Werden sie absteigen?«
»Sie müssen!«
»Wer aber wird es wagen, inzwischen ihre Pferde zu halten?«
»Die werden einstweilen weggejagt; sie mögen laufen, Wohin sie wollen, wenn sie nur nicht hier im Hofe bleiben. Also, es wird begonnen!«
Es wird begonnen! Es war auch wirklich Zeit dazu. Denn was es bis jetzt gegeben hatte, das war nur Kinderei gewesen. Der Katib (* Schreiber) tauchte mit gerunzelter Stirn und wichtiger Miene seine Feder in die Tinte, und der Vorsitzende warf uns zum zweitenmal die schreckliche Frage zu:
»Ihr seid Mörder? Ich rate euch, es sofort zu gestehen, denn wenn ihr es nicht thut, werdet ihr ohne Säumen dort angeschnallt!«
Er zeigte bei diesen Worten auf das »Kamel der Schmerzen«. Ich antwortete:
|
|
|
| |
|