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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Vor Gericht
»Endlich, endlich ein Geständnis! Das ist euer Glück, denn es wären nur fünf Minuten vergangen, so hättet ihr die Knochen aus dem Fleische eurer Füße hervorragen sehen. Antworte weiter! Du bist ein Christ?«
»Ja.«
»Dieses Eingeständnis bringt dich um, denn daß du ein Giaur, ein von Allah verfluchter Giaur bist, das ist schlimmer als alles, dessen du außerdem beschuldigt wirst. Hast du gewußt, daß ein Christ sein Leben wagt, wenn er die Gegend der hiesigen heiligen Orte betritt?«
»Ja.«
»Und das hat dich nicht abgehalten, hierher zu kommen? Wie unrettbar mußt du der Laufbahn des Verbrechens verfallen sein, da du ihr willig bis hierher gefolgt bist, wo dir schon als Christ dein Leben keinen Augenblick sicher ist! Dich erwartet hier ein schreckliches Ende und dort die Verdammnis in alle Ewigkeit, denn die Rache Allahs ist fürchterlich; er vergiebt nie!«
»Woher weißt du das?« »Der Kuran sagt es.« »Der Kuran sagt grad das Gegenteil!«
»Was kannst du, der Giaur, vom heiligen Buche der Gläubigen wissen!«
»Dieses Buch sagt in der 110. Sure: Preise das Lob des Herrn, und bitte ihn um Vergebung, denn er vergiebt gern!< Du scheinst die Sure aber nicht zu kennen.«
Er warf den Kopf empor, sah mich eine Weile überrascht an und rief mir dann zornig zu:
»Schweig! Ein gläubiger Sohn des Propheten muß sein Buch besser kennen, als du, ein Christ, es kennen kannst. Was du sagst, ist Lüge, muß Lüge sein, weil ihr Isa (* Jesus) verehrt, der ein Sohn der Unwahrheit ist!«
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