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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Vor Gericht
Gesichter einen festlich frohen Ausdruck annahmen. Der Sandschaki deutete mit der Hand auf die Marterbank und richtete an uns die Verwarnung:
»Ihr seht, was euch erwartet, wenn ihr leugnet. Ich werde euch so lange hauen lassen, bis ihr alles eingesteht. Erspart euch die Hiebe, und gebt mir aufrichtige Antworten auf meine Fragen!«
Er machte eine Kunstpause, während welcher er sich einen neugestopften Tschibuk geben ließ. Hierbei muß ich bemerken, daß natürlich sämtliche Beisitzer des Gerichtes rauchten, was ich ihnen übrigens gar nicht übelnahm, weil ich selbst auch ein außerordentlich tapferer Raucher bin. Hierauf trat er der vorliegenden Angelegenheit nicht eigentlich näher, sondern er fiel gleich mitten in den vorhandenen juridischen Stoff hinein, indem er die Frage an uns richtete:
»Ihr seid Mörder?«
Weil er dabei mich ansah, war ich es, welcher antwortete:
»Nein.«
»Ihr seid Schmuggler?«
»Nein.«
»Ihr habt diese Pferde gestohlen?«
»Nein.«
»Mensch, sag Ja<, sonst bekommt ihr sofort die Bastonnade! Habt ihr oberhalb Bagdad am Ufer des Flusses die Leute, von denen vorhin gesprochen wurde, überfallen?«
»Nein.«
»Sie beraubt?«
»Nein.«
»Ihnen Schläge gegeben?«
»Ja.«
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