|
| Im Reiche des s. Löwen II |
|
|
|
|
|
| |
Osman Pascha
»Die haben wir ja.«
»Ich weiß nicht, wieviel Mitglieder von der eigentlichen Bande des Säfir zugegen sein werden, und wieviel Ghasai- Beduinen er angeworben hat; aber ich meine, daß wir mit fünfzig Reitern mehr als genug haben werden.«
»Wenn Sie es verlangen, lasse ich die ganze Garnison ausrücken!«
»Danke! Wenn ich die Sache auf mich zu nehmen hätte, würde ich viel weniger als fünfzig brauchen.«
»Aber warum wollen und warum thun Sie das nicht?«
»Der Verantwortlichkeit wegen.«
»Pah! Ich bin hier fremd. Sehen Sie denn nicht ein, daß Sie mir einen außerordentlichen Gefallen erweisen würden, wenn Sie mich von dieser Sache befreiten, indem Sie die Ausführung übernehmen? Ich kenne Sie und weiß, daß ich die Vollmacht in keine bessern Hände legen könnte. Also bitte, thun Sie es, und - - schlagen Sie ein!«
Er hielt mir die Hand hin und fügte, als ich noch zögerte, lächelnd hinzu:
»Ich verspreche sogar, Sie pränumerando durch eine Freude zu belohnen, die ich Ihnen und einem andern mache!«
»Welche Freude?«
»Warten Sie einen Augenblick! Wie heißt der Kol Agasi, für den Sie sich verwendet haben?«
»Amuhd Mahuli.«
»Gut; ich komme in zwei Minuten wieder!«
Er winkte dem Mir Alai, ihm zu folgen, und ging mit ihm in das nächste Zimmer, wo es Schreibzeug gab. Als sie wieder kamen, nickte mir der Oberst, welcher wohl Auskunft hatte geben sollen, mit beistimmendem Lächeln
|
|
|
| |
|