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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Osman Pascha
»Sind diese Gefängnisse fest?«
»Fest? Allah, Wallah! Die Mauern sind mannesstark von Stein; der Boden ist von Stein, und die Decke ist auch von Stein. Es giebt kein Fenster, kein Loch darin, und die Thüren sind so dick, daß man stundenlang arbeiten müßte, um ein kleines Loch hineinzubringen.«
»Wieviel solcher Gelasse sind da?«
»Wohl zehn oder zwölf habe ich gesehen, als ich unten war.«
»Wer hat die Schlüssel?«
»Der Syndandschi (* Gefängnisaufseher). Soll ich ihn holen?«
»Nein; ich gehe selbst, und du wirst mich zu ihm führen.«
Er wendete sich hierauf zu mir und sagte deutsch:
»Der Sandschaki ist ein Verräter. Das Schreiben ist ein förmlicher Kontrakt, den er unterzeichnen sollte, und giebt sogar die Summen an, die er schon erhalten hat und noch bekommen soll. Mehr darf ich Ihnen nicht sagen. Ich muß mich seiner Person so versichern, wie es die Größe meiner Verantwortung erfordert, und das Gefängnis also selbst in Augenschein nehmen. Werden Sie dafür sorgen können, daß während meiner kurzen Abwesenheit nichts geschieht, was ich vermeiden muß?«
»Gewiß. Sie brauchen keine Sorge zu haben, Excellenz. Hierbei möchte ich fragen, was Sie betreffs der drei Perser hier beschlossen haben?«
»Sie werden auch an Ketten gelegt. Der eine, den Sie Pädär nennen, hat den Brief aus Teheran gebracht; der Säfir ist der eigentliche Unterhändler und kennt den ganzen Inhalt dieses Schreibens.«
»Was sind das doch für Menschen! Sie betrügen
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