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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Osman Pascha
»Ich habe keinen Brief!«
»Sprich keinen solchen Unsinn! Es ist ja geradezu zum Lachen, daß du jetzt etwas leugnest, was du vorhin wiederholt behauptet hast!«
»Der Brief war nur ein Vorwand; ich habe wirklich keinen!«
»Du hast ihn mit!«
»Und wenn ich einen hätte, so würde ich ihn doch nicht hergeben!«
»Ich werde ihn schon finden!«
»So such'!« brüllte er mich grimmig an und ließ ein erzwungenes Gelächter folgen.
Ich trat hinter ihn, legte die Hand auf die Stelle, welche er vorhin berührt hatte, und sagte:
»Hier steckt er!«
»Da im Gürtel? Nimm ihn doch heraus!«
»In dem Gürtel wohl nicht, sondern unter ihm, in der Sirjamä (* Hose), denke ich.«
»Däwwab (* Vieh), du hast den Teufel!«
Er hatte dieses beleidigende Wort kaum ausgesprochen, gab ich ihm eine derartige Ohrfeige, daß er, so lang er war, zu Boden stürzte.
»Haltet ihn fest!« rief ich dem Korporal zu.
Dieser warf sich mit seinen Leuten auf den Pädär, noch ehe er aufstehen konnte. Er wollte sich zwar wehren, konnte aber gegen soviel kräftige Hände nichts machen. Da wurde der Vorhang auseinander gerissen; der Sandschaki kam aufgeregt und eilig herein und herrschte mich zornig an:
»Was hast denn du mit den Briefen zu schaffen, die an mich gerichtet sind? Bist du etwa mein Vormund,
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