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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Osman Pascha
Pädär scharf in die Augen und sprach mit schwerem Nachdrucke:
»Ich habe geglaubt, er sei unverletzt und liege im Innern des Birs Nimrud gefangen!«
Das kam den Persern so unerwartet, daß sie sich nicht beherrschen konnten. Ihr rasches Zusammenzucken und die erschrockenen Blicke, welche sie einander zuwarfen, waren vollgültige Beweise ihrer Schuld. Sie standen in starrer, wortloser Bestürzung vor dem General. Dieser fuhr mit derselben Strenge fort:
»Der Gast des Sandschaki ist den Anführern der Räuber nach, um ihren Schlupfwinkel zu entdecken?«
»Ja, so sagte er,« nickte der Pädär in einer Weise, welche seine Beklemmung verriet.
»Das war höchst überflüssig von ihm, denn ich kenne dieses Versteck bereits, und zwar ganz genau. Der Haddedihn liegt abgesondert im Raume rechts, wenn man von der Treppe aus in die nächste Kammer kommt; geht man aber geradeaus, so sieht man das Drahtgitter, hinter welchem Kara Ben Nemsi und der Pischkhidmät Baschi gelegen haben!«
»Bi Khatir- i- Khuda - um Gottes willen!« schrie da der Pädär auf. »Woher - - woher weißt du - - - « er hielt vorsichtig inne, denn er besann Sich, daß er im Begriffe stehe, ein Geständnis auszusprechen, und verbesserte sich, indem er es in die Worte veränderte: »Wir wissen nicht, was du meinst. Wir haben nicht die geringste Ahnung davon, was dieser dein Ausspruch zu bedeuten hat!«
»Wirklich nicht? So mache ich euch darauf aufmerksam, daß ich nicht gesagt habe, daß diese beiden Männer noch dort liegen, sondern daß sie dort gelegen haben. Sie sind nämlich nicht mehr gefangen. Euer Säfir - - !«
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