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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Osman Pascha
Man sah es dem Sandschaki an, daß er sich seit der freundlichen Begrüßung zwischen dem Generale und mir in der größten Verlegenheit befand. Er wollte jetzt eine entschuldigende Antwort versuchen, wurde aber daran verhindert, denn mein alter Kol Agasi kam herein und meldete, daß drei Männer den Sandschaki zu sprechen begehrten.
»Wer sind sie?« fragte der General.
»Ich weiß es nicht; sie wollten keine Namen sagen. Sie sind persisch gekleidet, und der eine von ihnen sagte, er käme mitten in der Nacht, weil er dem Sandschaki einen sehr wichtigen Brief zu übergeben und auch von einer großen Mordthat zu erzählen habe, welche am Birs Nimrud geschehen sei.«
»Wer soll ermordet worden sein?«
»Der Pischkhidmät Baschi mit allen Leuten, die bei ihm waren.«
»Von wem?«
»Von den beiden Fremden, welche heut entflohen sind, dem Kara Ben Nemsi und dem Haddedihn- Beduinen.«
Der General sah mich und ich den Kol Agasi an. Diese drei persisch gekleideten Männer konnten nur Kumpane des Säfir sein; ich dachte sogleich an den Pädär- i- Baharat und seine zwei Begleiter. Wenn sie es waren, so spielten sie ein höchst gefährliches Spiel, welches sie freilich für ganz unbedenklich hielten, weil sie zweierlei nicht wußten, nämlich erstens, daß ich mit dem Kammerherrn entkommen war, und zweitens, daß seit dem Abend sich die Verhältnisse des Sandschaki außerordentlich verändert hatten. Der schlauberechnende Säfir wollte aus sehr naheliegenden Gründen, welche keiner Erklärung bedürfen, den Überfall und Mord auf mich und Halef, also auf einen Christen und einen Sunniten schieben und
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