|
| Im Reiche des s. Löwen II |
|
|
|
|
|
| |
Osman Pascha
»Das ist mir sehr lieb. Also melde uns!«
»Das darf ich nicht. Ich darf nur Personen, welche verlangt werden, den Zutritt gestatten und mache mit euch nur deines Berichtes wegen eine Ausnahme, für welche ich wahrscheinlich einen scharfen Verweis bekommen werde. Also anmelden darf ich euch nicht; aber ich kann doch auch nicht immer an der Thür stehen, und wenn ich einmal einen Augenblick nicht dort bin und ihr geht hinein, so kann ich doch nichts dafür.«
»Wo ist diese Thür?«
»Geht dort rechts die Stufen hinauf, dann steht sie euch grad entgegen. Im ersten Gemach befindet sich meine Wache, welche euch zurückweisen wird; wie ihr euch dazu verhaltet, das ist eure Sache; ich darf es euch nicht sagen. Die nächste Stube ist diejenige, in welche ihr zu gehen habt. jetzt entferne ich mich, denn ich darf nichts, gar nichts von euch wissen.«
Er ging auf den Hof hinaus, und ich stieg die Treppe empor und öffnete die bezeichnete Thür. Es gab da einen Onbaschi (* Korporal) mit fünf Soldaten. Er trat auf uns zu, um uns den Weg zu verlegen; ich schob ihn aber mit einem strengen »Ruh min han!« (* »Mach dich fort!«) auf die Seite, was ihn so verblüffte, daß wir, ehe er zur Besinnung kam, schon im nächsten Zimmer standen.
Da saßen mehrere Civilbeamte rauchend auf den Wandkissen, ein Stück von ihnen entfernt auch einige Offiziere, und auf der andern Seite, ganz allein, von ihnen entweder abgesondert oder gar gemieden, der Sandschaki, nicht rauchend und in sich zusammengesunken. Er hob bei unserm Eintritt den Kopf. Als er sah, wer die Ankömmlinge waren, sprang er rasch auf, eilte hinter uns
|
|
|
| |
|