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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Osman Pascha
des Beamten erleuchtet war. Wir ritten hin und stiegen ab. Es stand ein Doppelposten, den ich am Tage nicht gesehen hatte, vor der Thür.
»Ist der Sandschaki wach?« fragte ich.
»Ja,« antwortete der eine Soldat.
»Wir müssen sofort zu ihm. Haltet unsere Pferde!«
»Wir dürfen niemand einlassen.«
»Warum?«
»Es ist ein Offizier, ein Abgesandter des Padischah, den Allah segnen möge, von Stambul angekommen; der hat mit ihm zu sprechen und darf nicht gestört werden.«
»Wir müssen dennoch zu ihm. Hier habt ihr, um euern guten Willen zu erleuchten!«
Ich drückte ihm einige Silberstücke in die Hand, er hielt sie in den Lichtschein, um zu sehen, wie viel es war, und sagte dann:
»Herr, deine Güte geht über die Befehle, welche wir erhalten haben. Gebt meinem Arkadasch (* Kamerad) die Pferde, er wird sie gut bewachen; ich aber gehe hinein, um euch den Kol Agasi, welcher die Wache hat, herauszuholen.«
Er ging und kam sehr bald mit dem Offizier zurück. Zu meiner Freude war dies der brave Alte, der so fest an meinen Einfluß auf den Seraskier glaubte. Als er uns sah und erkannte, schlug er vor Erstaunen die Hände zusammen und sagte:
»Ihr seid es, ihr? Effendi, das ist kühn; das ist sogar tollkühn von dir! Man wird euch festnehmen, einsperren und verurteilen. Der Sandschaki war voller Wut über eure Flucht!«
»Ich fürchte ihn nicht. Führe mich zu ihm! Ich habe ihm eine sehr wichtige Mitteilung zu machen, welche keinen Aufschub duldet.«
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