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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Osman Pascha
»Wo hast du unterschrieben?«
»In der Stube, welche hier nebenan liegt.«
»Gab es da ein Schreibzeug?«
»Schreibzeug und alles, was er brauchte, auch Siegellack. Petschieren mußte ich mit einem Siegelringe, den man mir abgenommen hatte. Er nahm das alles aus einer großen, mit Eisen beschlagenen Sanduka (* Kiste, Truhe), zu welcher er den Schlüssel an einer Schnur um den Hals und unter der Weste hängen hatte.
Da sah ich auch Geld liegen, viel Geld in Silber und Gold. Auch flimmernde Edelsteine zeigte er mir.«
»Wie? Er zeigte sie dir?«
»Ja. Wundere dich nicht! Es ist wahr, denn ich habe es gesehen, hier mit diesen meinen Augen gesehen! Es war ein ganzer Berg von Reichtum da beisammen.«
»Du verstehst mich falsch. Ich wundere mich keineswegs über diese Schätze; mir können sie nicht imponieren; aber daß er sie dir gezeigt hat, freiwillig gezeigt, das ist kein gutes Zeichen für dich.«
»Wieso?«
»Du hoffst doch, bald wieder frei zu werden?«
»Natürlich! Zwar werde ich wohl noch einmal unterschreiben müssen, wie du ja selbst vorhin gehört hast; dann aber wird er mich gehen lassen.«
»Hat er dir das versprochen?«
»Ja.«
»Und du glaubst diesem Versprechen?«
»Warum. sollte ich nicht?«
»Warum? Warum!!! Man sollte es wirklich nicht für möglich halten, daß du noch fragen kannst. Ich bin überzeugt, daß es mit deiner Klugheit und deinem Scharf-
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