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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Osman Pascha
»Man wird uns dem Säfir ausliefern?«
»Ja.«
»Was wird er mit uns thun?«
»Er wird uns, wie du von dem Pädär gehört hast, in dem Zyndan des Nimrud unterbringen.«
»Hast du eine Ahnung, was für eine Art von Gefängnis das ist?«
»Ich denke, daß es derselbe unterirdische Raum im Birs Nimrud sein wird, in welchem unser Bagdader Bimbaschi gesteckt hat.«
»Allah! Wie kommst du auf diese Idee?«
»Es sind verschiedene Gründe, die mich auf sie führen. Wir können das jetzt nicht ausführlich erörtern.«
»Meintest du nicht, daß es aus diesem Raume einen Ausweg gebe?«
»Ich bin beinahe überzeugt davon, doch fragt es sich, ob dieser Ausweg auch für Menschen gangbar ist. Mag geschehen, was da will, und mag es kommen, wie es will, wir müssen wünschen, nicht voneinander getrennt zu werden.«
»Das ist richtig, und darum werde ich, falls man uns trennen will, dies einfach nicht zugeben!«
»Wie willst du das anfangen?«
»Das weiß ich jetzt noch nicht; aber im betreffenden Augenblicke werde ich es wissen.«
»Du wirst nichts, gar nichts wissen. Wenn man uns trennen will, wird man es thun, ohne daß wir es verhindern können. Unsere Befreiung steht mir außer allem Zweifel; nur darf sie nicht zu lange auf sich warten lassen, schon unserer Pferde wegen. Wollen doch vor allen Dingen einmal unsere Fesseln untersuchen. Du hast die Finger frei?«
»Ja.«
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