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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Osman Pascha
als ich gefangen war und mir sagte, daß du mir folgen werdest, wünschte ich von ganzem Herzen, du möchtest dich nicht auch ergreifen lassen. Hast du diesen meinen Wunsch etwa befolgt?«
»Hm, nein!«
»Gut! Du siehst also ein, daß du nicht mit mir, sondern mit dir zu zürnen hast. Also zanke nicht!«
Ich hätte laut auflachen mögen. Der pfiffige Kleine wälzte alles von sich auf mich und zwar in so diplomatischer Weise, daß es mir fast unmöglich war, ihm unrecht zu geben. Und dann fügte er zur Abwehr eines vielleicht doch von mir beabsichtigten Seitenhiebes hinzu:
»Ich glaubte, du seist wirklich ohnmächtig; du warst es aber nicht?«
»Nein.«
»So hast du gehört, welche Antworten der Pädär von mir bekommen hat?«
»Ja.«
»Sag aufrichtig, habe ich das nicht gut gemacht?«
»Vortrefflich!«
»Ich danke dir! Dieses dein Eingeständnis giebt mir die beglückende Überzeugung, daß die Kürze meiner Einsicht der Länge deines Verstandes doch noch ebenbürtig ist. Wir stehen uns also vollständig gleich und sind in Beziehung auf unsere tiefe, von den Persern besorgte Ergriffenheit vollständig miteinander quitt. Wir können uns darum nun in freundschaftlicher Einigkeit der Hauptsache zuwenden: Denkst du, daß es uns glücken wird, freizukommen?«
»Gewiß.«
»Wann? Wo? Wie?«
»Das ist zuviel auf einmal gefragt. Wir müssen abwarten, was geschehen wird.«
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