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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Osman Pascha
Wie außerordentlich lieb mir das war! Sie hätten bei genauer Durchsuchung die Ringe der Sillan gefunden, die wir ihm und seinen Begleitern abgenommen hatten.
»Wird der Säfir sie nicht etwa leichter bestrafen, als wir wünschen?« fragte der Ghasai.
»Gewiß nicht! Er hat, wie ihr erzähltet, selbst mit ihnen abzurechnen, und ich bekomme eine der ersten, vielleicht die wichtigste Stimme, wenn wir über sie zu Gericht sitzen werden; das genügt vollständig. Du hast dich vorhin über die Strenge unserer Gesetze beklagt, und zwar mit Unrecht, denn sie kommt deinem Wunsche entgegen, indem sie unbedingt den Tod dieser Männer fordert. Nur die Art und Weise dieses Todes unterliegt noch dem Beschlusse. jetzt still! Sie bringen den Kleinen. Ich werde jetzt von ihm zu erfahren suchen, wo die Pferde und ihre andern Sachen stecken.«
Der Hadschi wurde gebracht und neben mich gelegt; er war auch gefesselt, vielleicht sogar geknebelt, um nicht sprechen oder gar rufen zu können, falls ihm der Gedanke kommen sollte, mich zu warnen.
»Bindet ihm den Mund auf, damit er meine Fragen beantworten kann!« befahl der Pädär.
Als man dieser Weisung Folge geleistet hatte, sagte er in höhnischem Tone zu dem Hadschi:
»Du siehst, daß ich recht hatte; da liegt er; wir haben ihn!«
»Ist er tot?« fragte Halef besorgt.
»Nein. Es ist ihm nur die Besinnung abhanden gekommen. Sobald er wieder bei sich ist, werdet ihr Hiebe erhalten, die bis auf die Knochen gehen!«
»Das freut mich ja ungeheuer!« antwortete Halef lachend. »Es ist eine lobenswerte Einrichtung bei euch, daß diese Hiebe auf euch zurückfallen werden!«
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