|
| Im Reiche des s. Löwen II |
|
|
|
|
|
| |
Frohe Heimkehr
»Wäre das wirklich möglich!? Dann fehlt nur noch die Hinrichtung des Säfir, um mir wenigstens in dieser Beziehung meine Ruhe, meinen Frieden zurückzugeben!«
»Die Hinrichtung des Säfir?« fragte Amuhd Mahuli. »Der ist ja tot!«
»Tot?« ließ da ich mich hören. »Davon weiß ich ja nichts!«
Da richtete Amuhd Mahuli einen sehr bezeichnenden, verständnisinnigen Blick auf mich und antwortete mir:
»Er ist so gestorben, wie du ihm vorhergesagt hast.«
»Wann und wo?«
»Wann - - - noch am Abend desselben Tages. Wo - - - im Gefängnisse; er hat sich selbst aufgehängt.«
»Sich - - - selbst?«
»Ja, sich selbst. Osman Pascha war in seinem Gefängnisse, ihn zu vernehmen, und schloß ihn dann wieder ein. Als eine halbe Stunde später der Wärter kam, um ihm Wasser zu bringen, hatte er sich aufgehängt.«
»Wann und von wem hast du das erfahren?«
»Als du früh noch bei mir schliefest und Osman Pascha mich zu sich kommen ließ, um mich mit euch nach Bagdad reiten zu lassen, da erzählte er es mir.«
»Warum hast du gegen mich geschwiegen?«
»Weil Osman Pascha mir das Versprechen abnahm, dir den Tod des Säfir erst hier in Bagdad mitzuteilen. Vielleicht kannst du dir seine Gründe denken.«
Natürlich konnte ich sie mir denken! Osman hatte dem Säfir gesagt, daß er heut noch aufgehängt werde, und sein Wort war in Erfüllung gegangen. Um mich über das Wie aufzuklären, brauchte ich nicht erst wieder nach Hilleh zu reiten und mich bei dem strengen Richter
|
|
|
| |
|