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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Frohe Heimkehr
»Gut! Da du nicht gestehst, so wirst du heut noch aufgehängt!«
»Ich bin Perser! Vergiß das nicht!«
»Ein Mörder bist du, also wirst du gehängt!«
Hierauf richtete er dieselbe Frage auch wieder an die Ghasai. Sie waren durch die Hiebe nicht mürbe geworden und antworteten verneinend.
»So werdet auch ihr gehängt!« bestimmte er. »Ich werde die Mehkeme über euch zusammenrufen.«
»Das wag' ja nicht!« erwiderte der alte Geselle. »Wir sind freie Beduinen und müssen nach unsern eigenen Gesetzen behandelt werden!«
»Das ist mir recht. Euch geschehe, wie ihr wollt! Wie lautet euer Gesetz in Beziehung auf den Mord?«
»Blut um Blut, Leben um Leben. Aber wir sind keine Mörder!«
»Was ihr seid, das weiß ich ganz genau; ihr mögt gestehen oder nicht! Blut um Blut! Ihr werdet also erschossen, nicht gehängt!«
»Darüber lachen wir! Unser Stamm würde uns rächen; den fürchtest du!«
»Vor Schurken ist mir nie bange. Und wenn ihr lachen wollt, so lacht bald! In kurzer Zeit ist es dazu zu spät! Bimbaschi, ist ein Muballir (* Vorbeter) unter deinen Leuten?«
»Ja,« antwortete der Gefragte.
»So kann es rasch gehen, und ich brauch nicht erst nach der Stadt zu schicken. Er mag vortreten! Ich gebe diesen blutigen Ghasai- Hunden, obgleich sie es nicht wert sind, eine Viertelstunde Zeit, sich auf den Tod des Erschießens vorzubereiten. Nun mögen sie lachen oder beten; die Wahl steht ihnen frei!«
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