|
| Im Reiche des s. Löwen II |
|
|
|
|
|
| |
Frohe Heimkehr
Er zeigte bei diesen Worten auf sein zerzaustes Haar, seine zerrissene Uniform und seinen zerkratzten Hals, welcher jetzt noch blutete.
»Wäre es mir doch gelungen, dich zu ersticken, du nichtswürdiger Helfershelfer eines verdammten Christenhundes!« zischte der Säfir.
Da holte Halef schnell wieder aus, versetzte ihm einige Hiebe und fuhr ihn an:
»Willst du schweigen, Bösewicht! Wir dulden kein einziges solches Wort!«
Obgleich vor Schmerz sich windend, brüllte der Säfir ihn an:
»Du hast mir nichts zu befehlen! Du bist ein stinkender Köter, den ich verachte, und gehörst mit deinem dreimal verfluchten Effendi dahin, wo die Aase faulen. Ihr wurdet als Schweine geboren, seid als Schweine zu verachten und werdet als Schweine verenden!«
Halef schwang die Peitsche sofort wieder. Ich hielt seinen Arm fest und sagte:
»Warte noch! Vielleicht bewährt sich auch hier ein gutes Wort besser als ein zorniges; ich werde es versuchen.«
»Versuche es; ich habe nichts dagegen; versuche es doch!« rief der Säfir mit höhnisch schallendem Lachen.
»Ja, ich werde den Versuch trotz deines Gelächters machen, doch nicht deinet- sondern meinetwegen. Ich weiß, daß jedes Wort umsonst sein wird; aber ich will mir sagen können, daß ich nichts zur Rettung deiner Seele versäumt habe.«
»Rettung meiner Seele? Was geht dich meine Seele an! Mag sie fahren, wohin sie will, mir ist es gleich, und du hast nichts dreinzureden. Willst du mir etwa von dem ewigen Leben, von dem Paradiese und der Hölle
|
|
|
| |
|