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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Ein Rätsel
»Ich bin damit einverstanden, daß wir warten, bis sie kommen; doch nicht aus persönlichen, sondern aus Klugheitsgründen. Eine so große Menge von Kriegern so nahe hinter euch kann alles verderben.«
»Wieso?«
»Erkennst du denn nicht ganz von selbst, was ich meine?«
»Nein. Ich glaubte bisher, damit, daß ich diese dreihundert Leute mitnahm, sehr vorsichtig und vernünftig gehandelt zu haben, und nun höre ich, daß du aus Gründen der Klugheit dagegen sprichst!«
»Ich thue das mit vollem Rechte. Sag mir doch, warum ihr nicht sofort mit diesen dreihundert Mann aufgebrochen seid, sondern erst Kundschafter schicktet!«
»Weil wir doch unbedingt erst wissen mußten, wie es mit unsern Freunden steht, die nicht zurückkehren.«
»Nun, wißt ihr das denn jetzt?«
»Nein. Wir haben weiter nichts erfahren können, als daß sie von den Dawuhdijehs zurückgehalten werden.«
»Also, obgleich eure Kundschafter das nicht erreichten, was sie erreichen sollten, habt ihr das gethan, was ihr nicht eher thun wolltet und auch wirklich nicht eher thun durftet, als bis die Aufgabe der Späher gelöst worden war! Du giebst zu, daß es falsch gewesen wäre, mit dreihundert Mann auszurücken, ohne die Verhältnisse vorher erst zu erkunden, und jetzt seid ihr ausgerückt, obwohl sie nicht erkundet worden sind. Ist damit der Fehler eingestanden oder nicht?«
»Effendi, du verstehst die Fragen so zu setzen, daß man grad so antworten muß, wie du es wünschest!«
»Gut; diese Worte enthalten das von mir gewünschte Eingeständnis! Das, was die Kundschafter versäumt haben, muß unbedingt nachgeholt werden. Ihr seid sechs
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