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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Ein Rätsel
»Ich glaube auch, daß wir uns nicht irren; aber es giebt noch mehr alte Frauen hier in Kurdistan.«
»Hundertjährige?«
»Wahrscheinlich.«
»Die Christinnen sind?«
»Ja.«
»Und aus der Gegend von Hakkiari stammen?«
»Ja.«
»Es ist möglich, ja; aber es liegt die unerschütterliche Gewißheit in mir, daß dieser Kurde kein anderes Weib gemeint hat, als unsere Marah Durimeh.«
»Grad so liegt es auch in mir, doch schwören können wir nicht darauf. Und wenn sie es ist, so haben wir doch nicht nötig, so vorschnell zu sagen, daß wir sie kennen. Wir wissen ja gar nicht, wie sich diese Angelegenheit entwickeln wird. Sie scheint gefangen zu sein. Man hält sie für eine Zauberin. Aber wie denkt man sonst von ihr? Freundlich oder feindlich? Besonders da sie Christin ist! Wir müssen sie herausholen. Dürfen wir das den Hamawands sagen? Oder würden sie das den Dawuhdijehs verraten, um dafür ihre Leute loszubekommen? Du hörst, daß es hier verschiedenes zu überlegen giebt, und daß wir nicht so, wie du wolltest, vor lauter Freude mit beiden Beinen zugleich hineinspringen dürfen! Nur vorsichtig sein, Halef! Denke an Hanneh!«
»Sihdi, an die denke ich zu aller Zeit; sie kommt mir keinen Augenblick aus dem Sinne, denn sie ist der holdeste Inbegriff aller Seligkeit und Wonne, die es im Morgenlande und auch im Abendlande giebt!«
»Behalte sie getrost nur für das Morgenland, denn das Abendland hat sogar die Holdseligkeit meiner Dschanneh noch nicht begreifen können!«
»Gut, du sollst deinen Willen haben! Nun sag aber
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