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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Ein Rätsel
»Welcher Ort ist der höhere, Mekka, die Stadt des Islam, oder Jerusalem, die Stadt der Christen?«
»Jerusalem!«
»Wirst du nun auch jetzt noch behaupten, daß die Wunder Christi nicht an die Wunder Muhammeds reichen?«
»Effendi, ich kann mich nicht mit dir messen, denn ich habe die Worte nicht, welche dir zur Verfügung stehen!«
»Dir fehlen nicht die Worte, sondern die Beweise. Ihr gebt die Wunder Christi ohne alle Widerrede zu; wir aber kennen nicht ein einziges Wunder, welches Muhammed gethan hat. Muhammeds Wunder werden nur von der Überlieferung erzählt! Christi Wunder aber werden von Muhammed bestätigt und sind im heiligen Buche verzeichnet, aus welchem Muhammed geschöpft hat. So sag mir nun einmal, wessen Wunder werden wohl glaubhaft sein?«
»Schweig, Effendi, ich bitte dich! Hast du vielleicht die Absicht, mir meinen Glauben zu rauben? Ich wollte doch nicht von den Wundern Muhammeds und von den Wundern Isa Ben Marryams sprechen, sondern von denen, welche man sich von der alten Frau erzählt!«
»Erzählt! Aber wahr sind sie nicht!«
»Sie sind wahr! Ich habe unheilbare Kranke gesehen, von denen sie durch das Gebet und das darauf folgende Auflegen ihrer Hände die Krankheit genommen hat. Sie kennt die Gedanken eines jeden Menschen; der zornigste Mann wird vor ihr zum stillen Lamm, und sogar die Tiere sind ihr unterthan!«
»Wie heißt diese Frau?«
»Ihren Namen kenne ich nicht; ich habe ihn noch nie gehört. Man nennt sie nur es Sahira (* Die Zauberin).«
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