|
| Im Reiche des s. Löwen II |
|
|
|
|
|
| |
Ein Rätsel
bracht, so unternehmt ihr einen Zug, durch welchen der Haß und die Rache sehr leicht zu noch viel höher lodernden Flammen entfacht werden können als vorher. Das ist es, was ich auszusetzen habe.«
»Es ist das jetzt noch kein Kriegszug, kann aber einer werden. Wenn die Dawuhdijehs unsere Forderung erfüllen, Schevin und seine Begleiter herauszugeben, ziehen wir friedlich wieder heim.«
»Wißt ihr, warum sie ihn zurückgehalten haben? Kann er nicht etwas unternommen haben, womit er ihnen Grund zu diesem ihrem Verhalten gegeben hat?«
»Das werden wir erfahren. Wir sind zum Frieden, aber auch zum Kampf bereit. In beiden Fällen würden wir es als eine von Allah gesandte Hilfe betrachten, wenn Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar sich bei uns befänden.«
»In beiden Fällen?«
»Ja.«
»Wieso?«
»Wenn ihr euer Wort in die Wagschale des Friedens legt, wird es mehr gehört, als wenn wir alle sprächen. Und wenn es trotzdem zum Kampfe käme, so würden deine Zaubergewehre, von denen wir schon so oft und so viel gehört haben, allein hinreichen, uns zum Siege zu verhelfen. Ich bitte dich also sehr, Effendi, an diesem unserm Zuge teilzunehmen!«
Aha! Sehr klug! Da ich aber doch nicht so grad heraus sagen konnte, was ich über diese naive Zumutung dachte, antwortete ich in ablehnender Weise:
»Die Erfüllung deines Wunsches würde uns ein Vergnügen bereiten, welches für uns gewiß stets eine schöne Erinnerung wäre; aber leider haben wir keine Zeit dazu.«
|
|
|
| |
|