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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Ein Rätsel
weißt du, wie gefährlich dieses Gift ist, welches man Antschar (* Antiaris toxicaria) nennt?«
»Ja, ich weiß es. Es wird auch Upas oder Tschettikgift genannt, welches starke Krämpfe und darauf den Tod bewirkt, wenn es durch die Wunde in das Blut aufgenommen wird.«
»Ich höre, daß du es kennst. jedermann hat erfahren, daß dieses Gift das gefährlichste aller Gifte der Erde ist. Es wächst auf einem Baume, welcher im Todesthale< steht und seinen verderblichen Geruch mehrere Tagereisen weit nach allen Richtungen verbreitet, so daß kein Baum, kein Strauch, keine Blume, ja kein einziger Grashalm entstehen und wachsen kann. jedes Tier, welches in die Nähe kommt, wird durch diesen Gifthauch sofort getötet, und auch jeder Mensch muß sofort sterben, wenn er sich dorthin verirrt oder so vermessen ist, sich heranzuwagen.«
»So schlimm ist es doch nicht ganz!«
»Nicht? Wenn du das behauptest, kennst du dieses Gift doch nicht genau. Ich sage dir, es ist die reine, volle Wahrheit, daß jeder Mensch, jedes Tier und jede Pflanze in der Gegend, wo dieser Baum des Gifttodes steht, sofort und unbedingt zu Grunde geht. Darum ist das Thal des Todes< mit den Gerippen von Menschen und Tieren so dicht besäet, daß die Knochen den Boden allüberall vollständig bedecken!«
»Ich werde dir sogleich beweisen, daß du dich irrst.«
»Das kannst du nicht!«
»Ich kann es; es ist sogar sehr leicht. Du behauptest also, daß jeder Mensch, welcher sich in dieses Todesthal wagt, unbedingt zu Grunde gehen muß?«
»Ja, unbedingt und sofort!«
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