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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Ein Rätsel
Geheimnis nun nicht länger um euch herumschlagen werdet, wie einen Mantel, durch welchen man erst blicken kann, wenn er alt und zerrissen ist!«
Hierauf antwortete mein Gegenüber:
»Wir haben euch schon mitgeteilt, daß wir ein Gelübde gethan haben und dadurch zur Verschwiegenheit gezwungen worden sind. Wir können euch der Wahrheit gemäß nur sagen, daß wir zum Stamme der Hamawandi- Kurden gehören.«
»Bist du der Scheik derselben?«
»Nein, er selber nicht, aber ein naher Verwandter von ihm.«
»Und dein Name?«
»Auch dieser ist Geheimnis. Nenne mich - - - « - er dachte einige Augenblicke nach und fuhr dann fort: »nenne mich Adsy; ich werde darauf hören.«
Vielleicht dachte der Kurde an das türkische Wort adsys, welches soviel wie »ohne Namen« bedeutet. Halef nickte ihm zustimmend zu und fuhr dann fort:
»Ein Gelübde darf man nicht verletzen; darum genügt es uns, wenn du uns einen Namen nennst, der deinem Ohre wohlgefällt. Wir sind oben bei der Bachtijari gewesen und wollen nun wieder nach Bagdad hinab. Da ich euch dies sage, dürfen wir vielleicht erfahren, nach welchem Orte ihr reitet?«
»Das ist es, weshalb wir euch um Rat fragen werden. Eigentlich ist dieser ganze Ritt auch ein Geheimnis, aber ein so gefährliches, daß ich mich gar nicht erst besinne, ob ich es euch mitteilen kann. Es hat mich ja grad darum so außerordentlich gefreut, euch, grad euch getroffen zu haben, zwei Männer von solcher Klugheit, solcher Erfahrung und solcher Tapferkeit, daß es für uns nur von größtem Nutzen sein kann, wenn ihr uns sagt,
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