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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Ein Rätsel
Kerl nun freilich nicht zugetraut. Seine stoßfertige Klinge, der energische Ton seiner Stimme und die blitzenden Augen, deren Blick er drohend auf sie richtete, machten einen solchen Eindruck auf sie, daß sie nicht nur ihre Hände still hielten, sondern auch kein einziges Wort zu sagen wagten. Auch der Anführer lag vor Schreck ganz unbeweglich unter den Knieen und der Hand des Hadschi, weicher, nun zu ihm gewendet, fortfuhr:
»Nun zwinge uns doch einmal, diesen Ort zu verlassen, zwinge uns doch, euch Platz zu machen! Ich bin sehr neugierig, zu erfahren, wie du das anfangen willst! Versuche es ja nicht, dich frei zu machen! Meine Klinge würde dir sofort bis an das Heft ins Leben gehen! Denke ja nicht, daß ich scherze! Wenn du meinst, daß es auf die Höhe und die Breite der Gestalt ankommt, so irrst du dich gewaltig. Vor mir haben schon die größten Riesen des Erdkreises tief im Staub gelegen, und du bist ja nicht einmal ein so großer Kerl, daß du dich über einen andern lustig machen dürftest. Ich verlange, daß du uns sofort sagst, wer ihr seid. Zögere ja nicht, sonst ist mein Messer schneller als deine Zunge!«
»Laß mich erst los, sonst kann ich nicht reden!« stöhnte der Kurde unter dem festen Handgriffe Halefs hervor.
»Gut, ich will dir Luft lassen; aber versuche ja nicht, dich frei zu machen! Also antworte! Wer seid ihr?«
»Wir sind Kurden,« konnte der Gefragte nun deutlicher sagen, weil seine Kehle nicht mehr von dem Hadschi zusammengepreßt wurde.
»Das sehen wir. Wir wollen aber natürlich wissen, zu welchem Stamme ihr gehört.«
»Zum Stamme Dumbeli.«
»Wo befindet der sich jetzt?«
»Hier in der Nähe. Den genauen Ort kennen wir
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