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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Ein Rätsel
Erwägungen erforderten aber keine lange Zeit; sie gingen mir blitzschnell durch den Sinn. Als meine kurze Erwiderung verklungen war, zog der Kurde die Stirn in zornige Falten und fuhr fort:
»Maschallah! Ihr scheint sehr vornehme Leute zu sein, da du so sparsam mit den Worten des Grußes bist?«
Er bediente sich auch jetzt der arabischen Sprache. Ich antwortete:
»Nach deiner eigenen Sparsamkeit zu schließen, bist du nicht weniger vornehm als wir beide.«
»Sag, wer ihr seid!«
Das klang gebieterisch, wie aus einem Munde, welcher gewohnt ist, Befehle zu erteilen.
»Weißt du nicht, daß derjenige, welcher schon hier war, das Recht der Frage besitzt? Der später Angekommene hat zu antworten!«
Er drehte sich um, seinen Begleitern eine leise Bemerkung zuzuflüstern; dann wendete er sich mir wieder zu und sagte, indem ein leises Lächeln um seine vollen Lippen spielte:
»Es kommt nicht darauf an, wer vorher und wer später kommt, sondern darauf, wer und was man ist. Der Niedrige hat dem Höherstehenden Auskunft zu erteilen. Darum werdet ihr wohl sagen müssen, wer ihr seid. Ich fordere das!«
Er hatte das in einem so selbstbewußten Tone gesagt, daß mein Hadschi Halef, dessen Eigenschaften in dieser Beziehung man ja kennt, gar nicht darauf wartete, was ich dazu sagen würde, sondern sehr schnell und mit bekanntem Eifer das Wort ergriff:
»Was höre ich da? Sagen müssen? Müssen, müssen? Du forderst es? Höre wohl, von fordern, fordern hast
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