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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Ein Rätsel
säumen darf. Der Naturtrieb macht darauf aufmerksam. Ich habe im Westen der Vereinigten Staaten sehr oft wilde Mustangs sogar während ungewöhnlich kalter Tage in das Wasser gehen sehen.
Während unsere Hengste dann weideten, machten wir es uns unter einer Gruppe von Nadelbäumen bequem, deren dichte Wipfel versprachen, den Tau der Nacht von uns abzuhalten. Wir hatten den Platz so gewählt, daß wir die ganze Krümmung des Hauptthales übersehen und auch einen Blick in die Mündung des Seitenthales werfen konnten. Ein Feuer anzuzünden, hielten wir nicht für nötig; unser Abendessen bestand aus kaltem Fleische, welches uns die Umm ed Dschamahl mitgegeben hatte; Stechmücken, welche man durch Rauch von sich abzuhalten pflegt, gab es nicht; die Temperatur war mild, so daß wir keine künstliche Wärme brauchten, und so hätte ein Feuer nur die eine mögliche Wirkung gehabt, daß wir durch sein Licht und seinen Geruch verraten werden konnten. Es fiel uns zwar nicht ein, Angst vor irgend einer Begegnung zu haben, aber wenn man sich in einer solchen Gegend befindet, fühlt man sich in der Gesellschaft mit sich selbst am sichersten.
Aber dieser Wunsch, allein zu sein, sollte uns nicht erfüllt werden. Wir hatten vielleicht noch eine halbe Stunde bis zum Beginne der Dunkelheit, da sahen wir aus dem Seitenthale einen Reitertrupp kommen, welcher aus sechs wohlbewaffneten Personen bestand, die sich durch ihre Kleidung als Kurden kennzeichneten. Sie alle trugen rote Schulwars (* Hosen), eng anliegende Röcke, welche von ledernen Gürteln zusammengehalten wurden, und darüber weite Antaris (* Mäntel) von dunkler Farbe. An ihren
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