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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Ein Rätsel
wechslung der Gegenden ereignen könnte, muß ich reden. Übrigens frage ich dich: Wozu hat man die Augen?«
»Zum Sehen.«
»Und die Ohren?«
»Zum Hören.«
»Wirst du die Augen und die Ohren schließen, wenn und wo es etwas zu sehen und zu hören giebt?«
»Nein.«
»So hat man den Mund zum Sprechen, und ich sehe nicht ein, weshalb ich schweigen Soll, wenn die Notwendigkeit zum Reden so vorhanden ist wie hier. Ich will dir nämlich gestehen, daß ich den Namen Tschaisu nicht kenne; ich habe ihn noch nie gehört.«
»Ich auch nicht.«
»Und da wollen wir ihn suchen und auch finden?«
»Warum nicht? Der Name ist für uns Nebensache. Tschaisu ist ein türkisch- kurdisches Wort. Tschai bedeutet Fluß; Su heißt sowohl Wasser im allgemeinen als auch Fluß. Der Name ist also eigentlich ein sehr unbestimmter. Wahrscheinlich haben wir es hier mit der oft vorkommenden Gewohnheit zu thun, einem Gegenstande eine beliebige Bezeichnung zu geben. Für die Umm ed Dschamahl war der betreffende Fluß eben nur der Fluß<; wie er eigentlich heißt, das ging sie nichts an. jedenfalls handelt es sich um einen rechtsseitigen Zufluß der Djalah, und da wir uns auf dieser Seite befinden, werden wir gewiß auf ihn treffen. Ich hielt nur an, um zu überlegen, ob wir diesem Bache folgen sollen oder nicht. Er führt links tief hinab in das Thal, welches einen weiten Bogen schlägt, während die Höhe in gerader Richtung weiterstreicht. Bleiben wir oben, so stoßen wir sehr wahrscheinlich wieder auf ihn, und zwar heute abend,
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