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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Ein Rätsel
Ich erriet, was er wollte, antwortete aber doch:
»Wenn er bei mir ist, sage ich es ihm direkt.«
»Schön! War ich abwesend, als du dich bei uns im Lager der Haddedihn befandest?«
»Nein.«
»Ich war da, war bei meiner Hanneh?«
»Ja.«
»Konnte sie mit mir sprechen?«
»Ja.«
»Kann also das, was sie dir gesagt hat, an mich gerichtet sein?«
»Du mußt dich anders ausdrücken, lieber Halef. Gerichtet war es an mich, gesagt aber für dich.«
»Damit widersprichst du dir selbst, denn du hast soeben geäußert, daß man das, was man jemandem direkt sagen kann, nicht durch einen dritten sagt. Ich war ja da! Wollte Hanneh mich vor Unvorsichtigkeiten warnen, so hätte sie das zu mir selbst gethan. Sie hat es aber zu dir gesagt; folglich gilt es dir, nicht mir!«
»Sie hat aber doch extra deinen Namen genannt und nicht von meiner sondern von deiner allzu großen Schnellfertigkeit gesprochen.«
»Das ist zwar wahr, aber siehst du denn nicht ein, warum sie grad so und nicht anders gesprochen hat?«
»Um dich zu schonen, dich nicht zu betrüben. Sie war zu zart, um es dir selbst zu sagen.«
»Zu zart! Effendi, das ist das richtige, das einzig richtige Wort; aber deine Auslegung ist nicht richtig, sondern falsch, denn nicht gegen mich, sondern gegen dich ist Hanneh zart gewesen, diese unvergleichlichste Frau aller Weiber der Erdenrunde. Begreifst du das?«
»Ich begreife nur, was du sagst, und auch den Grund dazu.«
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