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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Ein Rätsel
»Du hältst also die Marham ed Dschamahl, die ich holen will, für überflüssig?«
»Ja.«
»So scheinen die Falten des Abendlandes nicht so betrübend zu sein wie die des Morgenlandes. Nach unserm Geschmacke ist ein faltenloses Gesicht viel schöner als eines, welches Runzeln hat, und wenn ich meiner Hanneh die Glätte der Wangen verschaffen kann, so will ich sehr gern auf die vielen Ehrfurcht erweckenden Zeilen verzichten. Ich reite also trotz der holden Natürlichkeit deiner Dschanneh hinauf nach Kirmanschah. Nun entscheide, ob ich diesen Ritt allein unternehmen werde oder nicht! Ich hoffe, daß deine Liebe zu mir nicht geringer ist, als die meinige zu dir!«
»Diese Hoffnung soll nicht betrogen werden, lieber Halef. Ich reite mit.«
Er hatte sich im Schmollen halb von mir abgewendet; jetzt drehte er sich schnell wieder herum und sagte, indem seine Augen leuchteten:
»Wirklich? Ist es wahr?«
»Ja.«
»Du scherzest nicht?«
»Nein.«
»Hamdulillah! Ich habe gesiegt, gesiegt über Kara Ben Nemsi Effendi, den noch kein Mensch überwunden hat! Sihdi, ich danke dir; ich danke dir von ganzem Herzen! Wir werden nicht nur die Salbe der Schönheit holen, sondern dabei Heldenthaten verrichten, deren Ruhm sich auf unsere Kinder, Kindeskinder und Urenkelstöchter vererbt!«
»Die Salbe auch mit?«
»Schweig, Sihdi! Ich meine natürlich unsere Heldenthaten nur! Komm, laß uns heimkehren zu unserm Bim-
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