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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Ein Rätsel
und was schön ist, soll man doch nicht mit einer Schicht von Mehl bedecken.«
»Da hast du freilich recht, denn das Mehl ist zum Backen des Brotes aber nicht zur Verpackung des Gesichts bestimmt. Aber deine Dschanneh bestreicht ihre Lippen doch mit Hennah?«
»Nein. Ihr Mund, mit dem sie zu mir spricht, bedarf der Farbenlüge nicht.«
»Aber schwarze Farbe thut sie an die Augen, um die Eindringlichkeit ihres Blickes zu erhöhen?«
»Auch das nicht. Ihr schönes, klares Auge meidet jedes Dunkel.«
»Welchen Koku (* Parfüm) pflegt sie anzuwenden, um deiner Nase lieblich zu erscheinen?«
»Keinen.«
»Auch nicht ein wenig Misk (* Moschus)? Den man von heut bis nach zwei Wochen riecht!«
»Den nun gar nicht! Mit Misk könnte man mich zur Flucht auf Nimmerwiederkehr verleiten. Ich kann ihn nicht erriechen. Künstliche Düfte unterstützen die Unwahrheit. Es ist in meinen Augen eine Sünde, den leisen, keuschen Duft einer gesunden Frau durch solche Mittel zu verdrängen.«
»Oh, Sihdi, was bist du doch für ein Salym (* Barbar)! Wenn an deiner Dschanneh nichts, gar nichts künstlich sein darf, wie soll sie da die schöne Zeit verbringen, welche andere Frauen mit solcher Seligkeit auf die sorgfältige Verschönerung ihres Körpers verwenden?«
»Sie unterrichtet mich.«
»Allah akbar - Gott ist groß! Dich? Dich!!!«
»Ja.«
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