|
| Im Reiche des s. Löwen II |
|
|
|
|
|
| |
Beim Turm von Babel
»Nicht schlagen! Es ist frech von ihnen, ja; aber sie sollen ihren Willen haben und ihre Strafe dadurch finden, daß sie abgeworfen werden.«
Er bezwang seinen Grimm und antwortete mit. einem nicht etwa freundlichen Lachen:
»Ganz recht, Sihdi, ganz recht! Aber sie sollen so herunter, daß sie es nicht bald und leicht vergessen werden. Überlaß das mir! Ich bringe das besser fertig, denn ich habe es mit den Rappen eingeübt.«
Er machte ein sehr harmloses, ja beinahe wohlwollendes Gesicht, ging auf die Leute zu und fragte:
»Ihr wollt die Pferde wohl einmal probieren?«
»Ja, das wollen sie,« nickte der Wirt. »Aber die Tiere haben den Scheïtan (* Teufel) im Leibe und wollen niemand in den Sattel lassen.«
»Ja, sie sind gewöhnt, nur gute Reiter zu tragen und scheinen diesen Solaib nichts zuzutrauen.«
Da dies etwas höhnisch klang, fiel einer der Beduinen schnell ein:
»Das mögen sie nur abwarten! Das Aufsteigen zu verwehren, ist weiter nichts; aber wenn wir erst einmal oben sitzen, dann sollen sie erfahren, ob wir Reiter sind oder nicht! Wir fordern dich auf, sie nur erst zu beruhigen!«
»Diese liebe kann ich euch erweisen; aber ich sage euch vorher, daß sie euch abwerfen werden.«
»Schwatze nicht, sondern probiere es!«
»Wenn ihr wollt, ja; aber gebt mir nicht die Schuld, wenn ihr die Hälse brecht!«
»Unsere Hälse gehören uns, aber nicht dir; wir werden sie selbst zu hüten wissen!«
|
|
|
| |
|