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| Im Reiche des s. Löwen II |
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Beim Turm von Babel
Halef war, indem er den Reichtum bejahte, sehr unvorsichtig gewesen; er konnte dadurch die Raublust dieser drei Menschen leicht auf uns lenken; jetzt antwortete er klüger:
»Nein; sie stecken gar nichts ein, denn man ist dort so gastfreundlich gesinnt, daß niemand Geld zu haben braucht.«
»Aber jede Gastfreundschaft muß belohnt werden; sie tragen also wohl Kostbarkeiten mit sich? Vielleicht Perlen oder gar edle Steine?«
»Edle Steine? Was für Steine meinst du da?«
»Diamanten, Rubine, Smaragde, Türkise.«
»Allah'l Allah! Sind etwa diese bei euch hier edel?«
»Natürlich!«
»Welch ein Land! Und welch ein Volk seid ihr. Bei uns in Schibiri bestehen sämtliche Gebirge massiv aus solchen Steinen. Die werden also gar nicht geachtet; die Wege sind mit Diamanten gepflastert, und die Häuser werden aus Rubinen und Türkisen gebaut. Zum Bau der Moscheen nimmt man nur Smaragde, die so groß sein müssen wie zehn eurer Kieselsteine.«
»Maschallah! Soll man das wohl glauben?!«
»Natürlich muß man's glauben, denn es ist ja wahr. Wir haben aber auch Steine, welche edel sind und ungeheures Geld kosten.«
»Wie heißen diese?«
»Kara Tasch, Haßwa, Hattan, Palandiz Taschy (* Schiefer, Kieselstein, Thon, Granit) und noch andere ähnliche.«
»Sag, sind die Menschen wahnsinnig dort?!«
»Welch eine Frage!«
»Das sind ja lauter Steine, aus denen unsere Berge hier bestehen!«
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